Der Deutsche Bundestag hat am Donnerstag erste Beratungen zum Gesetzentwurf des Rentenpakets von Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) begonnen. In Bezug auf Korrekturen bei der abschlagsfreien Rente mit 63, hatte sich Nahles vor dem Bundestag kompromissbereit gezeigt. "Ich habe keine Interesse daran, das diese Regelung ausgenutzt wird, um Frühverrentung zu fördern", sagte Nahles. Damit tritt sie genau wie die Christdemokraten gegen einen Missbrauch der Frühverrentung ein. Die Opposition im Bundestag bezeichnete deshalb das Rentenpaket als ungerecht. Die JuSos sogar als "löchriger Käse".

In der ersten Debatte im Bundestag verteidigte Nahles ihr Rentenprojekt: "Das Rentenpaket hat eine klare Botschaft: Wir halten Wort". Neben der abschlagsfreien Rente ab 63 für langjährig Versicherte, beinhaltet das Rentenpaket von Nahles auch eine optimierte Mütterrente für Frauen mit vor 1992 geborenen Kindern. Der Gesetzentwurf soll im Mai verabschiedet werden und bereits zum 1. Juli diesen Jahres anlaufen. Die Reformkosten werden sich alleine im Jahr 2015 auf rund zehn Milliarden Euro belaufen.  

Das Bundeskabinett hatte Ende Januar das Rentenpaket von Andrea Nahles beschlossen gehabt. Es ist ihr erstes großes Gesetztesvorhaben seit der Berufung als Arbeitsministerin in der großen Koalition.