Berlin (AFP) Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) hat die hohe steuerliche Belastung von Lohnsteigerungen als ungerecht kritisiert und einen Abbau der kalten Progression gefordert. Für eine gerechte Verteilung könne nicht allein die Tarifpolitik sorgen, sagte der designierte DGB-Chef Reiner Hoffmann der "Berliner Zeitung" (Donnerstagausgabe). "Wenn die Tariferhöhungen durch die kalte Progression überproportional besteuert werden, haben wir ein Gerechtigkeitsproblem", sagte Hoffmann, der im Mai als Nachfolger vom Michael Sommer den DGB-Vorsitz übernehmen soll. Dies betreffe Beschäftigte mit Einkommen von 20.000 bis 50.000 Euro im Jahr.