München (dpa) - Im NSU-Prozess hat die Mutter des mutmaßlichen Neonazi-Terroristen Uwe Mundlos geschildert, wie ihr Sohn 1998 in den Untergrund ging. Er sei am Tag des Untertauchens in die Kaufhalle gegangen, in der sie arbeitete, und habe gesagt, es sei was passiert, er müsse fort und brauche Geld. Sie habe ihm dann eine EC-Karte gegeben, sagte die 63-Jährige vor dem Oberlandesgericht München. Zwei Tage später habe er sie nochmals besucht und gesagt, er müsse längere Zeit verschwinden. Seitdem habe sie nie wieder von ihm gehört. Mundlos hatte sich Ende 2011 unter Fahndungsdruck das Leben genommen.