Berlin (AFP) Der SPD-Politiker Michael Müller, der gemeinsam mit Ursula Heinen-Esser (CDU) die Kommission zur Suche nach einem Atommüll-Endlager leitet, will den Salzstock in Gorleben schon vorab als mögliche Lagerstätte ausschließen. "Gorleben muss raus aus der Liste", sagte der frühere Bundestagsabgeordnete und derzeitige Vorsitzende der Naturfreunde Deutschlands der neuen Ausgabe des Magazins "Spiegel". "Das gehört zu den vertrauensbildenden Maßnahmen, die wir den Umweltverbänden schuldig sind. Da muss die Politik in Vorleistung treten", sagte Müller, der abwechselnd mit Heinen-Esser den Vorsitz der Kommission übernehmen soll. Die Besetzung der Kommission soll am Donnerstag vom Bundestag beschlossen werden.