Perth/Peking (dpa) - Die fieberhafte Suche nach dem verschollenen Flug MH370 konzentriert sich auf weitere mögliche Signale der Blackbox. Ein chinesisches Suchschiff registrierte zweimal ein Signal auf der für eine Blackbox im Wasser typischen Frequenz von 37,5 Kilohertz.

Das sagte der Koordinator der Suchaktion, Angus Houston, am Sonntag. Zudem habe das mit hochsensiblen Sensoren ausgestattete australische Schiff "Ocean Shield" ein akustisches Signal registriert.

"Das ist ein wichtiger und hoffnungsvoll stimmender Hinweis", sagte Houston. Allerdings betonte er, dass bislang noch nicht bestätigt ist, dass die Signale wirklich von der Blackbox der verschollenen Boeing stammen.

Das chinesische Schiff "Haixun 01" hatte das Signal am Samstag mehr als 1600 Kilometer nordwestlich der australischen Stadt Perth im Indischen Ozean aufgefangen, wie die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua berichtete. "Die Haixun 01 hat das Signal für rund 90 Sekunden wiedergefunden in einem Radius von etwa zwei Kilometern", sagte Houston. Sowohl das australische als auch ein britisches Marineschiff seien auf dem Weg in dieses Gebiet. Ein möglicher Bergungsversuch in der Tiefsee wurde mit keinem Wort erwähnt.

Den Suchtrupps läuft die Zeit weg. Weil die Batterien nur für rund 30 Tage ausreichen, wird die Blackbox vermutlich etwa ab diesem Montag nicht mehr senden. Danach dürfte es noch schwerer werden, Reste des Flugzeugs zu finden.

Bis zu zehn Militärflugzeuge, zwei zivile Flugzeuge und 13 Schiffe suchten am Sonntag in drei separaten Gebieten, wie das Joint Agency Coordination Centre (JACC) in Australien mitteilte. Die Suchareale erstrecken sich über eine Fläche von insgesamt etwa 216 000 Quadratkilometer und liegen etwa 2000 Kilometer nordwestlich von Perth.

Die Blackbox könnte helfen, das Mysterium um das Verschwinden des Flugzeugs zu klären. Der orangefarbene Metallbehälter enthält den Flugschreiber, der Daten wie Kurs, Flughöhe oder Tempo registriert. Zudem zeichnet ein Stimmenrekorder Gespräche und Geräusche im Cockpit auf.

Die Maschine mit 239 Menschen an Bord war am 8. März auf dem Weg von Kuala Lumpur nach Peking verschollen und ist allem Anschein nach in den Indischen Ozean gestürzt.

AMSA zu geborgenen Gegenständen

Mitteilung JACC