Berlin (AFP) Wer während der Zeit des Nationalsozialismus in einem Ghetto gearbeitet hat, bekommt künftig mehr Rente: Das Bundeskabinett billigte am Dienstag den Gesetzentwurf von Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) zu den so genannten Ghetto-Renten, wie ihr Ministerium mitteilte. Die Neuregelung wird es allen Berechtigten ermöglichen, ihre Rente, die auf Beschäftigungszeiten in einem Ghetto beruht, rückwirkend vom 1. Juli 1997 an zu beziehen. Das war ursprünglich nur bei rechtzeitig bis Juni 2003 gestellten Rentenanträgen möglich.