Berlin (SID) - Der Streit um die von Diskus-Olympiasieger Robert Harting initiierte Sportlotterie (DSL) wird womöglich bald vor Gericht ausgetragen. Wie Hartings Geschäftspartner Gerald Wagener erklärte, prüfe die DSL kartellrechtliche Schritte gegen die Landessportbünde und den Deutschen Lotto- und Totoblock.

"Sie können sich nicht verabreden, um einen Dritten aus dem Markt zu drängen", sagte Wagener dem Sport-Informations-Dienst (SID). Der Krefelder Geschäftsmann ist überzeugt, dass Teile des deutschen Sports und des Lottoblocks Lobbyarbeit gegen die DSL betreiben und die Erteilung einer Lizenz durch das Glücksspielkollegium behindern. Dieses Vorgehen sowie die Sonderstellung des Lottoblocks müssten untersucht werden.

Wagener hofft darüber hinaus, dass die neue Lotterie so schnell wie möglich an den Start gehen kann. Viele Sportler und auch große Wirtschaftsunternehmen wie die Lufthansa und die Deutsche Telekom unterstützen die DSL. ?Wir gehen weiter unseren Weg. In der kommenden Woche wird bei uns auf Sportlerseite etwas Großes passieren", sagte der Geschäftsführer, ohne konkret zu werden.

Mit der neuen Lotterie soll das Grundgehalt der deutschen Athleten von derzeit 300 auf 1000 Euro erhöht werden Ein Los für die wöchentliche Ziehung kostet 2,50 Euro. Von jedem Euro, der reinkommt, sollen mindestens 30 Cent an die Sportler gehen. Als Vorbild dient der DSL Großbritannien.