Erfurt (dpa) - Das Bundesarbeitsgericht entscheidet heute, ob sich Krankenschwestern aus gesundheitlichen Gründen von Nachtdiensten befreien lassen können. Geklagt hat eine Frau, die seit 1983 in einem Krankenhaus in Potsdam im Schichtdienst arbeitet.

Aus gesundheitlichen Gründen ist sie jedoch nicht mehr in der Lage, Nachtdienste zu leisten, weil sie auf Medikamente angewiesen ist, die sie schläfrig machen.

2012 hatte ihr Arbeitgeber sie als arbeitsunfähig eingestuft und sich dabei auf eine Regel im Haustarifvertrag berufen, wonach die Beschäftigten verpflichtet sind, auch nachts Schichtdienst zu leisten. Die Krankenschwester verlangt dagegen, ohne Nachtschichten regulär weiterarbeiten zu können. Die Vorinstanzen hatten ihr Recht gegeben, der Krankenhausbetreiber war in Revision gegangen.