Brüssel (AFP) Ungeachtet heftiger Kritik hat sich der Präsident des Europaparlaments, Martin Schulz (SPD), erneut gegen zu strikte Vorgaben bei der Erfüllung der EU-Defizitauflagen ausgesprochen. "Die Defizitkriterien sind nicht irgendetwas, sie sind schon ein Stabilitätsanker", sagte Schulz in einem Interview mit der Nachrichtenagentur AFP in Brüssel. Die Vorgaben zur Verringerung von Haushaltsdefiziten könnten zwar durch strikte Kürzungen erfüllt werden. "Aber indem man nur kürzt, hat man auch kein Geld zu investieren. Aber wir wissen alle, ohne Wachstum und Beschäftigung wird sich kein Haushalt auf Dauer sanieren lassen."