Rostock (SID) - Fußball-Drittligist Hansa Rostock hat vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) unter Auflagen die Lizenz für die kommende Saison erteilt bekommen, wird gegen diese Entscheidung aber Rechtsmittel einlegen. "In einigen Punkten können wir die Bewertung des DFB nicht nachvollziehen und werden daher versuchen, im Rechtsmittelverfahren eine Änderung herbeizuführen", sagte Vorstandschef Michael Dahlmann.

Über die genauen Bedingungen wollte Dahlmann am Mittwochmittag allerdings keine Auskunft geben. Es gehe jedoch ausschließlich um die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des Ostseeklubs. Darüber, so Dahlmann, herrschten "unterschiedliche Auffassungen". 

Ende der kommenden Woche soll es eine endgültige Entscheidung geben. "Wir denken, dass sich die Ausgangslage gewaltig ändern wird", sagte Dahlmann. Nach dem Bescheid hat der Verein bis zum 27. Mai Zeit, die Anforderungen zu erfüllen.

Den ehemaligen Bundesligisten plagen seit Jahren chronische Finanzsorgen. Zuletzt hatten allerdings einige Gläubiger einen Schuldenschnitt beantragt. Sollte dieser vom Land Mecklenburg-Vorpommern genehmigt werden, würde der Klub einen Schuldenerlass von 2,5 Millionen Euro bekommen - auf Kosten der Steuerzahler.