Thessaloniki (SID) - Das Halbfinal-Rückspiel im griechischen Fußball-Pokal zwischen PAOK Saloniki und Olympiakos Piräus (1:0) ist am Mittwochabend von schweren Ausschreitungen überschattet worden. Anhänger von PAOK warfen Leuchtfackeln in Richtung der Gäste-Bank und setzten diese in Brand. Das Spiel musste über eine Stunde lang unterbrochen werden. 

"Sie haben unsere Bank angezündet, das ist die ultimative Erniedrigung. Das ist Terrorismus. Schande und Blamage. Fußball kann auf diese Weise nicht gespielt werden", sagte Olympiakos-Vizepräsident Savvas Theodoridis. Zuvor hatten PAOK-Chaoten die Sitze des Titelverteidigers in Anlehnung an einen Spitznamen des Klubs mit Anchovis belegt und verunstaltet. PAOK zog nach dem 1:2 im Hinspiel ins Finale am 26. April gegen Panathinaikos Athen ein.

PAOK Saloniki, Ex-Klub des Stuttgarter Bundesliga-Trainers Huub Stevens, ist in der Vergangenheit bereits mehrfach durch Fehlverhalten seiner Fans negativ aufgefallen. So hatte nach UEFA-Sanktionen das Rückspiel in der Champions-League-Qualifikation gegen Schalke 04 in Griechenland unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden müssen.