Frankfurt/Main (dpa) - Der deutsche Aktienmarkt hat am letzten Handelstag vor Ostern keine einheitliche Richtung gefunden.

Während sich der Nebenwerteindex MDax und das Technologiebarometer TecDax weiter von ihren zu Wochenbeginn erlittenen Verlusten erholten, drückte beim Dax Zurückhaltung vor weiteren Quartalsberichten aus den USA etwas auf die Stimmung.

Nach den Kursturbulenzen im bisherigen Wochenverlauf atmeten die Anleger erst einmal durch, schrieb Marktstratege Ishaq Siddiqi vom Broker ETX Capital. Im Tagesverlauf stehen noch Geschäftszahlen prominenter US-Banken wie Goldman Sachs oder Morgan Stanley an.

Am Mittag fiel der deutsche Leitindex um 0,23 Prozent auf 9296 Punkte. Damit deutet sich eine leicht negative Wochenbilanz an. Für den MDax dagegen ging es am Donnerstag um 0,46 Prozent auf 16 045 Punkte nach oben und der TecDax stieg um 0,41 Prozent auf 1192 Punkte. Der EuroStoxx 50 als Leitindex der Eurozone verlor 0,51 Prozent.

Die Märkte zeigten sich von der weiterer Zuspitzung im Ukraine-Konflikt unbeeindruckt, schrieb Investmentanalyst Uwe Streich von der Landesbank Baden-Württemberg. Überschattet von bewaffneten Aktionen prorussischer Separatisten im Osten des Landes haben in Genf Außenminister-Beratungen über eine politische Lösung der Ukraine-Krise begonnen. Dazu trafen sich die Chefdiplomaten der USA, Russlands, der Ukraine sowie der Europäischen Union.

Europas größter Softwarehersteller SAP bekam im ersten Quartal erneut den starken Euro zu spüren. Wie ein Händler sagte, waren die vorgelegten Zahlen durch die Bank schwächer als erwartet. Einziger Lichtblick: Das Geschäft mit Software aus dem Internet (Cloud). Die Titel büßten dennoch 3,22 Prozent auf 56,55 Euro ein. Adidas-Aktien folgten dicht auf mit einem Minus von knapp drei Prozent. Hier hatten sich einige Analysten besorgte über den Geschäftsverlauf im ersten Quartal geäußert

Die Aktien von Tui setzten sich mit einem Plus von rund sechs Prozent an die MDax-Spitze. Börsianer bewerteten die Fusion in der Containerschifffahrt zwischen Hapag Lloyd und der chilenischen CSAV überwiegend positiv. Tui hält nach wie vor 22 Prozent an der deutschen Reederei. Durch die Fusion könne sich Tui vollständig von der Containerschifffahrt trennen und auf das Touristikgeschäft konzentrieren, meinte ein Händler.