Shanghai (SID) - Im Kampf um ausstehende Gehaltszahlungen ist ein drohender Streik der Formel-1-Fahrer laut Nico Hülkenberg (Wiesbaden) zunächst kein Thema. Man habe innerhalb der Fahrergewerkschaft GPDA über die zweifelhafte Zahlungsmoral einiger Teams "diskutiert, aber von einem Streik kann keine Rede sein", sagte der 26 Jahre alte Force-India-Pilot vor dem Grand Prix von China in Shanghai (Sonntag, 9.00 Uhr/RTL und Sky): "Wir müssen die Köpfe zusammenstecken und schauen, wie wir aus dieser Situation herauskommen."

Wegen der hohen Kosten in der Formel 1 stehen mehrere Teams vor dem finanziellen Ruin, Rechnungen werden oft erst sehr spät beglichen. Mehrere Fahrer, unter ihnen sollen sich unter anderem Hülkenberg, Adrian Sutil, Kimi Räikkönen, Romain Grosjean und Kamui Kobayashi befinden, sollen noch auf ausstehende Gehälter für die vergangenen Jahre oder die laufende Saison warten. Zuletzt hatte sich das Fahrerfeld mit den betroffenen Kollegen solidarisiert, ein unterschriebener Pakt soll sogar die Möglichkeit eines Streiks beinhaltet haben.