Cottbus (SID) - Ulrich Lepsch gibt sein Amt als Präsident des stark abstiegsbedrohten Fußball-Zweitligisten Energie Cottbus Ende Mai auf. Der 55-Jährige stellt sich nach Ablauf seiner turnusmäßigen Amtszeit nicht mehr zur Wahl. "Ich stehe unabhängig vom Ausgang der Saison nicht zur Verfügung", sagte Lepsch. Nachfolger wird der bisherige Vizepräsident Wolfgang Neubert, der das Amt am 20. Mai übernehmen soll.

"Nach fast zehn Jahren ehrenamtlicher Tätigkeit zunächst im Verwaltungsrat und anschließend im Präsidium ziehe ich die Konsequenzen aus der sportlichen Entwicklung in dieser Saison", erklärte Lepsch. Schlusslicht Cottbus musste bereits am Donnerstag für den Fall einer Niederlage gegen den FC St. Pauli und eines gleichzeitigen Sieges von Dynamo Dresden bei Erzgebirge Aue den Abstieg in die 3. Liga befürchten. 

Lepsch hatte den Posten 2005 übernommen. "Für mich war die Arbeit in den Gremien immer eine reizvolle und spannende Aufgabe. Der Verein ist für mich nicht nur eine Herzensangelegenheit, sondern war seit Amtsantritt aufgrund der sportlichen Situation und der damaligen finanziellen Schieflage eine Herausforderung", so Lepsch.