Genf (dpa) - Mit bilateralen Konsultationen hat am Donnerstag in Genf ein internationales Krisentreffen begonnen, bei dem Möglichkeiten für eine politische Lösung des Ukraine-Konfliktes ausgelotet werden sollen.

Darüber wollen im Laufe des Tages die Außenminister der USA, Russlands, der Ukraine sowie die Außenbeauftragte der EU auch in einer gemeinsamen Vierer-Runde beraten.

Die ukrainische Delegation hat nach Angaben von Diplomaten Vorschläge für eine stärkere Berücksichtigung der Wünsche ethnischer Russen im Osten des Landes vorbereitet. Zugleich wolle sie Beweise für eine Verstrickung Moskaus in bewaffnete Aktionen prorussischer Separatisten in der Ostukraine vorlegen und die Beendigung dieser Angriffe fordern, hieß es in Delegationskreisen.

Die USA ließen durch Verlautbarungen eines hohen Regierungsbeamten durchblicken, dass sie für den Fall des Scheiterns der Genfer Gespräche Kurs auf eine deutliche Verschärfung der Sanktionen gegen Russland nehmen würden. Der Auftakt des Genfer Treffens wurde durch Berichte aus Kiew überschattet, wonach bei einem Angriff prorussischer Aktivisten auf einen Stützpunkt der Nationalgarde im Südosten der Ukraine mindestens drei Menschen getötet und 13 verletzt wurden.