Karlsruhe (dpa) - Wer ein Familienmitglied zu Hause pflegt, hat keinen Anspruch auf die gleiche Vergütung wie eine professionelle Pflegekraft. Die geringeren Geldleistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung verstießen nicht gegen das Grundgesetz. Das entschied das Bundesverfassungsgericht. Die Richter wiesen die Verfassungsbeschwerde einer Ehefrau und deren Tochter zurück, die den Familienvater bis zu seinem Tod zu Hause gepflegt hatten. Während das Pflegegeld 665 Euro betrug, wären beim Einsatz bezahlter Pflegekräfte mit 1432 Euro mehr als doppelt so viel erstattungsfähig gewesen.