Köln (SID) - Der frühere deutsche Davis-Cup-Spieler Karl Meiler ist wenige Tage vor seinem 65. Geburtstag am 30. April gestorben. Meiler war im November 2013 zu Hause gestürzt und hatte seither im Koma gelegen, ehe er am 17. April seinen schweren Kopfverletzungen erlag. Das erfuhr der SID aus Kreisen des Deutschen Tennis Bundes (DTB).

Karl Meiler gehörte in den 70ern und Anfang der 80er Jahre zu den weltbesten Tennisspielern. In Deutschland war er von 1974 bis 1979 die Nummer eins, in der Weltrangliste schaffte er es bis auf Platz 20, im Doppel sogar bis auf Rang 12. 

Zusammen mit Hans-Jürgen Pohmann, Jürgen Faßbender und später Uli Pinner prägte Meiler das deutsche Tennis jener Zeit. Er spielte von 1967 bis 1979 im Davis Cup für Deutschland und war 1971 einer der Mitbegründer der Spielervereinigung ATP.

Nach seiner aktiven Karriere war Karl Meiler als Bundestrainer des DTB für den B-Kader verantwortlich, zu dem zwischenzeitlich unter anderem Michael Stich, Carl-Uwe Steeb und Rainer Schüttler gehörten. Nach dem Amtsantritt von Steeb als Davis-Cup-Teamchef im Jahr 1997 zog sich Meiler von allen Ämtern zurück.