Novartis mischt mit milliardenschwerem Umbau die Pharmabranche auf

Basel (dpa) - Mit einem Milliardendeal zwischen den Pharmakonzernen Novartis und GlaxoSmithKline (GSK) werden die Karten auf dem europäischen Medikamentenmarkt neu gemischt. Der Schweizer Weltkonzern Novartis verkündete am Dienstag einen großangelegten Umbau mit Tauschgeschäften und Teilfusionen, in den neben der britischen GSK auch der US-Konzern Eli Lilly einbezogen ist. Für 14,5 Milliarden Dollar (10,5 Mrd Euro) kauft Novartis laut GSK-Mitteilung das Krebsmedikamentengeschäft. Im Gegenzug verkaufen die Schweizer den Briten ihre Impf-Sparte für 7,1 Milliarden Dollar. Zudem trennt sich Novartis vom Tierfutter-Geschäft, das für 5,4 Milliarden Dollar von Eli Lilly übernommen wird.

Commerzbank-Chef für "Dispo-Nutzungsbremse"

Berlin/Frankfurt (dpa) - Commerzbank-Chef Martin Blessing fordert ein Gesetz gegen die dauerhafte Nutzung von Dispo-Krediten. Der "Bild" sagte Blessing, niemand sollte dauerhaft im Dispo sein. "Es gibt günstigere Kredite. Ich finde deshalb ein Gesetz gegen das dauerhafte Nutzen des Dispo-Kredits sinnvoll, quasi eine Dispo-Nutzungsbremse." Die Bundesregierung plant eine Warnpflicht für überzogene Konten. Verbraucherschützer begrüßen das Vorhaben. Die Dispo-Zinsen der Banken stehen seit längerem in der Kritik. Kürzlich hatte die ING-Diba den höheren Überziehungszins abgeschafft. Am Osterwochenende gab die Sparda-Bank in Baden-Württemberg bekannt, dass sie die Zinsen für die Überziehung des Dispo-Kredits abschaffen werde.

Studie: Europas Geldhäuser hinken US-Banken weiter hinterher

Frankfurt/Main (dpa) - Fünfeinhalb Jahre nach der Pleite der Investmentbank Lehman Brothers stehen die großen US-Banken einer Studie zufolge deutlich besser da als europäische Geldinstitute. Im vergangenen Jahr fuhren sie wesentlich höhere Erträge ein, wie das Beratungsunternehmen EY am Dienstag in Frankfurt berichtete. Der Nettogewinn der zehn größten US-Banken lag demnach mit umgerechnet 157 Milliarden Euro fast achtmal so hoch wie der Nettogewinn der europäischen Top-Banken (20 Milliarden Euro). Vor dem Ausbruch der Finanzkrise im Jahr 2007 hatten die Werte noch auf ähnlichen Niveaus gelegen.

Google-Manager de Buhr wird neuer Chef von Twitter Deutschland

Hamburg (dpa) - Twitter bekommt in Deutschland einen neuen Chef. Zum 1. August 2014 soll Thomas de Buhr neuer Managing Director von Twitter Deutschland werden, teilte das Unternehmen am Dienstag in Hamburg mit. De Buhr kommt von Google, wo er seit 2009 als Director Branding für die Markenpflege des Internet-Konzerns in der Region Deutschland, Österreich und Schweiz zuständig war. Der bisherige Deutschland-Chef von Twitter, Rowan Barnett, bleibt an Bord. Es wird als Director Market Development & Media ein Team von Experten leiten, das in Zusammenarbeit mit Partnern aus den Bereichen News, Politik, TV, Sport sowie Musik und Entertainment für ein Nutzerwachstum bei Twitter sorgen soll.

Philips zum Jahresstart unter Druck: Umsatz und Gewinn sinken

Amsterdam (dpa) - Der starke Euro sowie Gegenwind in China und Russland haben dem Siemens-Rivalen Philips den Start ins Jahr verdorben. Auch die nächsten Monate dürften herausfordernd werden, sagte Konzernchef Frans van Houten am Dienstag. Der Umsatz ging im ersten Quartal um knapp fünf Prozent auf fünf Milliarden Euro zurück. Der um Abschreibungen bereinigte operative Gewinn (Ebita) schrumpfte sogar um fast ein Viertel auf 314 Millionen Euro. In beiden Fällen hatten Analysten bessere Zahlen erwartet. Unter dem Strich ging der Überschuss um 15 Prozent auf 137 Millionen Euro zurück. An seinen Prognosen für 2016 hält Philips aber fest.

Gabriel: Umweltschutz ist Überlebensfrage Chinas - Peking will Hilfe

Peking (dpa) - China will im Kampf gegen die dramatische Umweltverschmutzung mit Hilfe der deutschen Wirtschaft vorankommen. Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) sprach bei seinem Besuch in Peking von einer "Überlebensfrage" der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt und bot eine verstärkte Kooperation bei Energiesparen und Klimaschutz an. Peking müsse zugleich aber gegen die Schikane deutscher Investoren bei der Vergabe von Staatsaufträgen oder den Diebstahl von Patenten vorgehen. Nur eine "Partnerschaft auf Augenhöhe" mache Sinn, betonte der Vizekanzler.

Erstmals weniger Optiker - Ladenketten weiter auf dem Vormarsch

Düsseldorf (dpa) - Vor allem durch Nachwuchssorgen und eine zunehmende Konkurrenz ist die Zahl der Optiker in Deutschland im vergangenen Jahr erstmals zurückgegangen. Betroffen von der Entwicklung seien vor allem die Großstädte, sagte der Präsident des Zentralverbands der Augenoptiker (ZVA), Thomas Truckenbrod, am Dienstag in Düsseldorf. Nach Jahren mit steigenden Zahlen von Optikerläden war die Zahl der Geschäfte im vergangenen Jahr um 30 auf 12 000 gesunken. Während das Wachstum bei den großen Ketten weiter anhalte, hätten vor allem mittelständische Optiker ihren Laden schließen müssten, sagte Truckenbrod. Nach einem Wachstum des Gesamtumsatzes im vergangenen Jahr von 5,3 Milliarden Euro auf 5,44 Milliarden Euro sei die Branche für das laufende Jahr optimistisch.

Deutscher Aktienmarkt legt deutlich zu

Frankfurt/Main (dpa) - Die neu aufgeflammte Übernahmefantasie in der Pharmabranche hat auch den deutschen Aktienmarkt nach der Osterpause beflügelt. Der Dax kletterte am Dienstag um 1,50 Prozent auf 9551 Punkte. Für den MDax ging es um 0,98 Prozent auf 16 301 Punkte nach oben und der TecDax stieg um 1,75 Prozent auf 1220 Punkte. Der EuroStoxx 50 als Leitindex der Eurozone legte um etwas weniger deutliche 1,01 Prozent zu. Der Kurs des Euro gab nach. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,3817 (Donnerstag: 1,3855) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7238 (0,7218) Euro.