Frankfurt/Main (dpa) - Der deutsche Aktienmarkt hat nach seiner jüngsten Kursrally am Mittwoch wieder nachgegeben. Konjunkturdaten aus China und den USA sorgten bei den Anlegern für Enttäuschung. Beim Dax stand ein Minus von 0,58 Prozent auf 9544,19 Punkte zu Buche.

Am Dienstag hatte der Leitindex noch um gut 2 Prozent zugelegt und damit an seine positive Tendenz vor den Osterfeiertagen angeknüpft. Der MDax sank zur Wochenmitte um 0,47 Prozent auf 16 295,90 Punkte. Der TecDax verlor 0,33 Prozent auf 1224,04 Punkte.

Der HSBC-Einkaufsmanagerindex für das Verarbeitende Gewerbe in China hatte zwar im April wie erwartet leicht zugelegt, war aber unter der Expansionsschwelle geblieben. In den USA hatte sich die Stimmung in der Industrie im April leicht eingetrübt. Zudem waren die Verkäufe neuer Häuser im März überraschend eingebrochen.

Derweil war der Einkaufsmanagerindex der Eurozone trotz der anhaltenden Ukraine-Krise auf den höchsten Stand seit knapp drei Jahren geklettert. Der Konflikt zwischen Moskau und Kiew könnte sich allerdings noch in dem am Donnerstag anstehenden deutschen Ifo-Geschäftsklima niederschlagen, warnte Händlerin Anita Paluch von der Varengold Bank.

Im Dax und auch europaweit zählten die konjunktursensiblen Automobilaktien zu den größten Verlierern. So büßten Daimler, Volkswagen und BMW jeweils mehr als ein Prozent ein.

Die Nachrichtenlage blieb übersichtlich. Die Aktien des Lichtspezialisten Osram und des Spezialanlagenbauers Aixtron verloren jeweils knapp drei Prozent. Sie wurden laut einem Händler vom enttäuschenden Ausblick des US-Leuchtdiodenhersteller Cree belastet. Bereits am Vortag hatten die Osram-Titel unter schwachen Zahlen von Philips in der Lichtsparte gelitten.

Im SDax bescherte die Zahlenvorlage dem Leasingspezialisten Grenkeleasing Kursgewinne von rund zweieinhalb Prozent. Die Aktien des Ölfelddienstleisters C.A.T. Oil wurden ebenfalls von guten Zahlen gestützt und stiegen um mehr als ein Prozent.

Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 sank um 0,74 Prozent auf 3175,97 Punkte. Auch die nationalen Indizes in Paris und London gaben nach. In den USA verzeichnete der Leitindex Dow Jones Industrial zunächst moderate Verluste.

Am deutschen Rentenmarkt stagnierte die durchschnittliche Rendite börsennotierter Bundeswertpapiere bei 1,29 Prozent. Der Rentenindex Rex sank um 0,04 Prozent auf 134,73 Punkte. Der Bund-Future gewann 0,10 Prozent auf 143,98 Punkte. Der Kurs des Euro stieg. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,3834 (Dienstag: 1,3817) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7229 (0,7238) Euro.