Chicago (dpa) - Der US-amerikanische Flugzeugbauer Boeing ist trotz reißender Nachfrage nach seinen Verkehrsfliegern mit weniger Gewinn ins Jahr gestartet.

Hohe Lasten bei den Betriebsrenten ließen den Überschuss im ersten Quartal um 13 Prozent auf 965 Millionen US-Dollar (699 Mio Euro) absacken, wie der Airbus-Konkurrent am Mittwoch in Chicago mitteilte. Die Belastungen bei den Betriebsrenten herausgerechnet, legte der Gewinn je Aktie im ersten Quartal um zwei Prozent zu.

Dass es besser lief, verdankte Boeing dem brummenden Geschäft mit Verkehrsflugzeugen. Während die Sparte ihren Umsatz um knapp ein Fünftel steigerte, musste die Rüstungs- und Raumfahrtsparte Einbußen verkraften. Konzernweit stiegen die Erlöse immer noch um acht Prozent auf 20,5 Milliarden Dollar.

Insgesamt verließen in den Monaten Januar bis März 161 neue Mittel- und Langstreckenjets die Werkshallen, rund 18 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Dazu trug neben einer Produktionsausweitung bei den absatzstarken 737-Mittelstreckenjets einzig der Langstreckenjet 787 "Dreamliner" bei: Nach brandgefährlichen Zwischenfällen durfte der Flugzeugtyp ein Jahr zuvor drei Monate lang nicht abheben, auch Auslieferungen an Fluggesellschaften waren kaum möglich.

Anfang 2014 fiel der Zuwachs daher besonders kräftig aus. Im laufenden Jahr will Boeing weiterhin 715 bis 725 Verkehrsmaschinen ausliefern.