Zürich (SID) - FIFA-Präsidentschafts-Kandidat Jerome Champagne hat die fehlende Ausgewogenheit des Marketingpools in den europäischen Fußball-Europacup-Wettbewerben kritisiert. So habe Italiens Rekordmeister Juventus Turin in der vergangenen Saison als Viertelfinalist 65 Millionen Euro erhalten, Bayern München als Gewinner der Champions League nur 55 Millionen. Und Achtelfinalist AC Mailand (51 Millionen) hat fast den Endspielteilnehmer Borussia Dortmund (54 Millionen) eingeholt.

Die Schlussfolgerung Champagnes in seinem gerade erschienenen Newsletter: "In unserer globalisierten Welt des 21. Jahrhunderts ist ein Gleichgewicht in unserem Sport notwendiger denn je" ? auch, um eine neue Kolonisierung durch den Kauf von Spielern aus anderen Kontinenten durch europäische Großklubs zu erschweren.

Der Marketingpool der Europäischen Fußball-Union (UEFA) orientiert sich an den Vermarktungserlösen der jeweiligen Länder und ist deshalb unterschiedlich hoch dotiert. 

Der 55-jährige Franzose Champagne hat als erster seine Kandidatur für die Präsidentschaft im Weltverband FIFA angekündigt. Amtsinhaber Joseph S. Blatter (78/Schweiz) sowie Champagnes Landsmann und UEFA-Chef Michel Platini (58) sind die möglichen weiteren Bewerber bei der Wahl im Mai 2015.