Rio de Janeiro (dpa) - Bewohner einer Armensiedlung haben sich in Rios populärem Touristen-Viertel Copacabana Auseinandersetzungen mit der Polizei geliefert.

Nach örtlichen Medienangaben wurde dabei ein etwa 30 Jahre alter Mann durch einen Schuss getötet. Er sei bereits tot gewesen, als er im Krankenhaus ankam. Wer den Schuss abgab, war zunächst unklar. Auslöser der Proteste war der Tod eines 25-Jährigen. Dessen Leiche wurde am Dienstag in einem Schulgebäude in der Favela Pavão-Pavãozinho gefunden, die zwischen den Vierteln Copacabana und Ipanema liegt. Freunde machten die Polizei für seinen Tod verantwortlich.

Der Zugang zur Favela wurde mit brennenden Barrikaden blockiert. Die Polizei war mit vielen Einheiten im Einsatz. Mehrere Hauptstraßen wurden gesperrt. In Rio findet am 13. Juli das Endspiel der Fußball-WM statt. Die Viertel Copacabana und Ipanema liegen in Rios Südzone und gehören zu reichsten Stadtteilen der Stadt. 

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