Berlin (dpa) - "Der Rock'n'Roll wird einfach nie sterben", sagte Arctic-Monkeys-Frontmann Alex Turner kürzlich bei den Brit Awards. Ab und zu gehe er in Winterschlaf, aber er warte immer um die Ecke, um wieder hervorzubrechen und noch besser auszusehen als zuvor.

Dass der Rock'n'Roll lebt, dafür wollen auch die Kaiser Chiefs sorgen, die zu den wenigen Überlebenden der Britpop-Welle gehören und mit Mitsing-Ohrwürmern wie "Ruby" oder "I Predict A Riot" einst für Stimmung sorgten. Länger ist's schon her, aber die Kaiser Chiefs sind noch quicklebendig: "Education, Education, Education & War" - der Titel geht auf eine bekannte Rede von Tony Blair in den 90ern zurück - heißt das aktuelle Album der Briten, das in England Platz eins der Charts eroberte.

Damit scheint der Plan von Frontmann Ricky Wilson aufgegangen zu sein, der in der Jury der Talentshow "The Voice" vor allem aus einem Grund saß: "Ich liebe meine Band und ich will, dass unser neues Album die nötige Aufmerksamkeit bekommt", sagte er der Musikzeitschrift "NME". Deshalb habe er den Job angenommen. Hat funktioniert.

Und Berlin mischt auch mit: "Berlin war sehr inspirierend", sagte Ricky Wilson laut Mitteilung seiner Plattenfirma. Die Band habe für ihr Nummer-Eins-Album in der Hauptstadt an den neuen Songs gearbeitet "und die Zeit in Berlin half dem Album auf seinem kreativen Weg."

Ihrem Sound ist die Band treu geblieben, oder? "Es klingt immer noch nach Kaiser Chiefs, es klingt nach einer britischen Band. Aber wir haben uns schon weiterentwickelt. Ich würde sagen, es klingt nach einer Band mit neuer Power. Ich glaube, das hört man auch", sagten Nick "Peanut" Baines und Simon Rix im Interview mit der dpa.

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