Kerry pocht im Ukraine-Konflikt auf mehr Anstrengungen Russlands

Kiew (dpa) - Im Ukraine-Konflikt hat US-Außenminister John Kerry von Russland mehr Anstrengungen zur Beruhigung der Lage angemahnt. In einem Telefonat mit seinem russischen Kollegen Sergej Lawrow zeigte sich Kerry "zutiefst besorgt über den Mangel an positiven russischen Schritten zur Deeskalation" im Osten des Landes. Übergangspräsident Alexander Turtschinow hatte mitgeteilt, der "Anti-Terror-Einsatz" in der Ostukraine sei in vollem Umfang wieder angelaufen. Moskautreue Separatisten halten nach wie vor mehrere Verwaltungsgebäude besetzt. Medienberichten zufolge ist in Slawjansk zudem ein US-Journalist von prorussischen Kräften gefangen genommen worden.

Albig zweifelt an Finanzierungsversprechen von Schwarz-Rot

Berlin (dpa) - Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Torsten Albig hat für seinen Vorschlag einer Straßenreparatur-Abgabe viel Kritik einstecken müssen. Jetzt begründete er den Schlagloch-Soli auch mit Zweifeln an den Finanzierungsversprechen der Berliner Koalition. Schwarz-Rot will zusätzlich fünf Milliarden Euro für Verkehrsinvestitionen bereitstellen. Dafür werde der Finanzminister ganz schön arbeiten müssen, etwa wegen geringerer Einnahmen bei der LKW-Maut, sagte Albig. Er hat eine Autofahrer-Abgabe von etwa 100 Euro im Jahr vorgeschlagen.

CDU-Vize Strobl für Alleingang bei Vorratsdatenspeicherung

Stuttgart (dpa) - Anders als Innenminister Thomas de Maizière dringt CDU-Vize Thomas Strobl auf einen deutschen Alleingang bei der Vorratsdatenspeicherung. Auch bei näherer Betrachtung des Urteils des Europäischen Gerichtshofs bestehe Spielraum für den nationalen Gesetzgeber, sagte er der "Stuttgarter Zeitung". Die Bekämpfung etwa von Kinderpornografie könne nur dann erfolgreich sein, wenn die Polizei das geeignete Ermittlungsinstrument erhalte. Die EuGH-Richter hatten die EU-Richtlinie zur Vorratsdatenspeicherung für unvereinbar mit der europäischen Grundrechtecharta erklärt.

Obama besucht Oso einen Monat nach Erdrutsch-Katastrophe

Oso (dpa) - Einen Monat nach dem verheerenden Erdrutsch im Bundesstaat Washington hat sich US-Präsident Barack Obama mit Angehörigen der Opfer und Rettungskräften getroffen. Er machte sich auch ein Bild von den Aufräumarbeiten. Nach Reporterberichten flog Obama mit einem Hubschrauber über die zerstörte Region. Dort waren am 22. März mindestens 41 Menschen ums Leben gekommen, nachdem eine Schlammlawine in einem Flusstal Dutzende Häuser und Menschen unter sich begraben hatte. Zwei Menschen werden noch vermisst.

Von der Leyen besucht Marine in Afrika und im Libanon

Berlin (dpa) - Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen ist zu einem Besuch der deutschen Marine-Soldaten am Horn von Afrika und im Libanon aufgebrochen. Es ist ihre vierte Reise in Einsatzgebiete der Bundeswehr nach Besuchen in Afghanistan, Mali und in der Türkei. Vor der somalischen Küste beteiligt sich die Bundeswehr mit rund 360 Soldaten am EU-Einsatz "Atalanta" zur Bekämpfung der Piraterie. Vor der libanesischen Küste sind rund 170 deutsche Soldaten im Einsatz, um den Waffenschmuggel zu unterbinden.

25 Tote bei Überfall auf Dorf im Nordosten Nigerias

Abuja (dpa) - Bei einem Angriff auf ein Dorf im Nordosten Nigerias sind 25 Menschen getötet worden. Der Gouverneur des Bundesstaates Taraba bestätigte die Attacke auf den Ort Andoyaku. In Medienberichten hieß es, Mitglieder des islamischen Hirtenvolks der Fulani seien in das Dorf eingefallen und hätten es niedergebrannt. Zahlreiche Menschen seien verletzt und in die Flucht getrieben worden. Im Norden des Landes kommt es immer wieder zu religiös motivierten Auseinandersetzungen zwischen Christen und Fulani oder gewalttätigen Streitigkeiten um Vieh.