Griechenland erzielt ersten Überschuss seit zehn Jahren

Luxemburg/Athen (dpa) - Vier Jahre nach dem Finanzkollaps hat Griechenland eine wichtige Hürde auf seinem Weg aus der Schuldenfalle genommen. Erstmals seit einem Jahrzehnt nahm Athen mehr Geld ein als es ausgab - zumindest wenn man die enormen Zinskosten und Kapitalspritzen an Banken herausrechnet. Der sogenannte Primärüberschuss lag 2013 bei 1,5 Milliarden Euro, wie die EU-Kommission am Mittwoch in Brüssel nach Berechnungen der internationalen Geldgeber mitteilte. Das Sorgenkind der Euro-Zone kann damit auf weitere Erleichterungen bei der Rückzahlung seiner Schulden hoffen. Der griechische Schuldenberg wuchs im vergangenen Jahr allerdings weiter an. Das Staatsdefizit stieg 2013 auf 12,7 Prozent der Wirtschaftsleistung (Vorjahr: 8,9 Prozent). Das meldete das EU-Statistikamt Eurostat.

ADAC kommt nicht zur Ruhe - "SZ": Autoclub benachteiligt Mitglieder

München (dpa) - Der ADAC kommt auch nach den Ostertagen nicht zur Ruhe. Der krisengeschüttelte Autoclub muss sich gegen Vorwürfe wehren, manche Kunden bei der Pannenhilfe zu bevorzugen und damit eigene Mitglieder länger warten zu lassen als nötig. Die "Süddeutsche Zeitung" (SZ/Mittwoch) berichtet unter Berufung auf zwei Mitarbeiter des ADAC, dass die "Gelben Engel" oft zunächst denjenigen Autofahrern helfen würden, die über Autohersteller versichert seien. Der Club wies die Vorwürfe zurück: "Bei uns gibt es keine Kunden erster oder zweiter Klasse", bekräftigte ein Sprecher am Mittwoch.

GfK: Bei europäischen Verbrauchern wächst wieder die Zuversicht

Nürnberg (dpa) - Mit der weltweiten Konjunkturerholung wächst auch bei Europas Verbrauchern wieder das Zutrauen in die Wirtschaft. In vielen Ländern habe sich inzwischen die Verbraucherstimmung deutlich aufgehellt, geht aus der am Mittwoch veröffentlichten Konsumklimastudie des Marktforschungsunternehmens GfK hervor. Die Verbraucher seien in Bezug auf die Konjunktur wieder deutlich optimistischer.

Toyota liegt beim Absatz erneut vor Rivalen VW und GM

Tokio (dpa) - Toyota hat seine Position als weltweit größter Autobauer gefestigt. In den ersten drei Monaten des Jahres steigerte der japanische Konzern seinen Absatz um gut sechs Prozent auf 2,58 Millionen Autos, wie aus einer am Mittwoch in Tokio veröffentlichten Mitteilung hervorgeht. Damit übertraf Toyota wie schon in den beiden Quartalen davor die beiden Erzrivalen General Motors und Volkswagen. Wer beim Verfolgerduell die Nase im ersten Quartal vorne hat, ist noch offen. GM konnte die Zahl der verkauften Fahrzeuge im ersten Quartal um zwei Prozent auf 2,42 Millionen steigern. Europas größter Autohersteller VW kam mit einem Plus von 5,8 Prozent auf 2,40 Millionen. In den VW-Zahlen sind allerdings die Lastwagenmarken MAN und Scania nicht enthalten. Deswegen steht noch nicht fest, wer bei dem Kopf-an-Kopf-Rennen vorne liegt.

Elektroautos: Gabriel hofft auf Batterie-Comeback Deutschlands

Peking (dpa) - Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel hofft auf eine Aufholjagd deutscher Batteriehersteller im Rennen gegen die internationale Konkurrenz. "Meine Hoffnung ist ja, dass wir die klassische deutsche Kernkompetenz, Batterien zu produzieren, zurückholen können", sagte der SPD-Politiker am Mittwoch bei einem Besuch der internationalen Autoshow in Peking. Dort informierte er sich bei einem Rundgang über die E-Autostrategie von Volkswagen, Mercedes und BMW. Die Autobauer versuchen in Peking mit neuen Modellen die E-Mobilität anzutreiben. Daimler stellte das Elektroauto Denza vor, VW kündigte eine Elektro-Offensive in China an.

Deutscher Aktienmarkt gibt moderat nach

Frankfurt/Main (dpa) - Der deutsche Aktienmarkt ist nach seiner jüngsten Kursrally am Mittwoch etwas zurückgefallen. Weder verhaltene Vorgaben der Übersee-Börsen noch Konjunkturdaten gaben größere Impulse. Beim Dax stand ein Minus von 0,06 Prozent auf 9595 Punkte zu Buche. Am Dienstag hatte der Leitindex noch um gut zwei Prozent zugelegt und damit an seine positive Tendenz vor den Osterfeiertagen angeknüpft. Der MDax sank am Mittwoch um 0,20 Prozent auf 16 340 Punkte, der TecDax verlor 0,33 Prozent auf 1224 Punkte. Am deutschen Rentenmarkt stagnierte die durchschnittliche Rendite börsennotierter Bundeswertpapiere bei 1,29 Prozent. Der Kurs des Euro stieg. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,3834 (Dienstag: 1,3817) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7229 (0,7238) Euro.