Berlin (dpa) - Nach den deutlichen Verlusten 2013 hat Air-Berlin-Chef Wolfgang Prock-Schauer am Montag einschneidende Veränderungen bei Deutschlands zweitgrößter Airline angekündigt.

"Hier wird es keine Tabus geben, alles kommt auf den Prüfstand", sagte Prock-Schauer am Montag in Berlin.

Das bisherige Sparprogramm wirke, reiche aber nicht aus. Es werde in Kürze ein tiefgreifenderer neuer Prozess eingeleitet. "Wir werden jetzt ein Geschäftsmodell finden und eine Positionierung für die Airline, die uns nachhaltig in die Gewinnzone führt, sagte Prock-Schauer. Er betonte: "Unsere Kapitalgeber und wir glauben, dass Air Berlin eine Zukunft hat."

Noch im Mai werde ein eigenes Vorstandsressort für die Restrukturierung geschaffen und Unternehmensberater an Bord geholt, kündigte das Unternehmen an. Zugleich kündigte Prock-Schauer ein Ende des Schrumpfkurses an.

Helfen soll beim Umbau eine 300-Millionen-Euro Finanzspritze des Großaktionärs Etihad sowie rund 150 Millionen Euro aus einer eigenen Anleihe.

Das Unternehmen war im vergangenen Jahr wieder tief in die roten Zahlen gerutscht. Unterm Strich stand ein Verlust von 315,5 Millionen Euro. Finanzchef Ulf Hüttmeyer sagte am Montag, dass das erste Vierteljahr 2014 besser lief als das Vorjahresquartal.