Hamburg (dpa) - Einen Tag nach der Eröffnung des Insolvenzverfahrens für die Windkraft-Firma Prokon erläutert Insolvenzverwalter Dietmar Penzlin in Hamburg den aktuellen Stand.

Rund 74 000 Anleger haben 1,4 Milliarden Euro in das insolvente Unternehmen investiert und müssen um ihr Geld bangen. Sie erwarten sich von Penzlin Informationen über die Höhe der Insolvenzquote. Auch die Zukunft der Prokon-Beschäftigten in Itzehoe ist bislang unklar.

Der Insolvenzverwalter hatte angekündigt, die Windparks des Unternehmens weiterzuführen. Prokon ist laut Beschluss des Amtsgerichts Itzehoe überschuldet und zahlungsunfähig. Anleger fordern 368 Millionen Euro zurück, in der Prokon-Kasse sind aber nur 19 Millionen Euro. Auch das gesamte Vermögen des Unternehmens würde nicht reichen, um das Kapital der Anleger zurückzuzahlen.

Penzlin muss nun erläutern, welche Teile des Unternehmens er weiterführen, verkaufen oder schließen will. Davon wird auch abhängen, wie viele Beschäftigte künftig in dem Unternehmen arbeiten können. Mehr als 100 Mitarbeiter für den Vertrieb der Genussrechte werden künftig nicht mehr benötigt. Der DGB Nord setzte sich für den Erhalt der Unternehmensteile und der Produktion am Standort Itzehoe ein.

Eröffnungsbeschluss