München (dpa) - Im NSU-Prozess will das Gericht möglicherweise drei Briefe der Hauptangeklagten Beate Zschäpe an einen Gesinnungsgenossen in Nordrhein-Westfalen beschlagnahmen - darunter ein neues, bisher unbekanntes Schreiben von Mitte April. Hintergrund ist, dass das Münchner Oberlandesgericht eventuell ein Sprachgutachten erstellen lassen will: es geht darum, zu klären, ob Zschäpe die Co-Autorin an einem Manifest des "Nationalsozialistischen Untergrunds" sein könnte. Das geht nach dpa-Informationen aus einem Schreiben des Senats hervor, das an die Prozessbeteiligten verschickt wurde.