Bamberg (dpa) - Titelverteidiger Brose Baskets Bamberg hat den Start in die Playoffs der Basketball Bundesliga verpatzt, Topfavorit Bayern München seine Titelambitionen dagegen eindrucksvoll untermauert.

Bamberg, Meister der vergangenen vier Jahre, verlor zu Hause das erste Viertelfinalduell mit den Artland Dragons mit 68:73 (31:39) und steht damit in der K.o.-Runde bereits gewaltig unter Druck. Die Bayern feierten zum Auftakt dagegen einen eindrucksvollen 101:57 (51:29)-Sieg gegen die MHP Riesen Ludwigsburg und gingen in ihrer best-of-five-Serie mit 1:0 in Führung.

Einen Erfolg gab es auch für ALBA Berlin. Der Pokalsieger setzte sich gegen ratiopharm Ulm mit 86:66 (37:41) durch, tat sich dabei aber eine Halbzeit lang schwer. Vizemeister EWE Baskets Oldenburg rang die Telekom Baskets Bonn mit 69:63 (31:38) nieder. Der zweite Spieltag findet am Dienstag statt.

"Wir müssen nun unsere Wunden lecken und bereit sein zu kämpfen", sagte der enttäuschte Bamberger Trainer Chris Fleming. "Einige sind mental heute nicht mitgekommen im Spiel." Bester Werfer bei den Artland Dragons war Brandon Thomas mit 24 Punkten, bei den Franken kam D'Or Fischer auf 14 Zähler.

Die Dragons zeigten vor 6800 Zuschauern in der ausverkauften Brose Arena eine ganz starke Leistung und führten zwischenzeitlich sogar mit 14 Punkten (53:39). Doch angeführt von Anton Gavel kämpften sich die Hausherren wieder zurück und gingen im Schlussviertel sogar noch einmal in Führung (62:60). Quakenbrück behielt aber die Nerven und holte sich dank fünf Punkten von Point Guard David Holston in der Schlussphase den wichtigen Auswärtssieg. "Bamberg ist kein einfacher Platz, um dort zu bestehen", sagte Dragons-Coach Tyron McCoy stolz.

Die Bayern hatten anders als Bamberg leichtes Spiel mit den völlig chancenlosen Ludwigsburgern. Schon zur Pause führte das Starensemble von der Isar mit 22 Zählern, ließ aber auch danach nicht locker. Robin Benzing knackte kurz vor Schluss die 100-Punkte-Marke.

ALBA fand zunächst keine Mittel gegen die starken Ulmer. Erst ein 9:0-Lauf gegen Ende des dritten Viertels sorgte für die Wende. Neben dem starken Jan-Hendrik Jagla, dem mit 20 Punkten und zwölf Rebounds ein Double-Double gelang, glänzte bei den Hausherren Reggie Redding mit 14 Zählern. Bei Ulm kam Nationalspieler Per Günther auf 14 Punkte.

Schwerstarbeit musste auch Vorjahresfinalist Oldenburg verrichten. Die Niedersachsen lagen daheim gegen Bonn zwischenzeitlich mit zwölf Punkten zurück, drehten im Schlussabschnitt aber auf und entschieden die letzten zehn Minuten mit 25:10 für sich. Bester Werfer bei den EWE Baskets war Chris Kramer mit 18 Zählern.