Leverkusen (dpa) - Bayer Leverkusen hat nach einer Zitter-Rückrunde mit einem 2:1 (1:1) gegen Werder Bremen auf der Bundesliga-Zielgeraden die Qualifikation zur Champions League erreicht.

Vor 30 210 Zuschauern in der ausverkauften BayArena sorgten Ömer Toprak (34.) und Heung-Min Son (53.) mit ihren Toren für den Sieg und die Behauptung des vierten Ranges am letzten Spieltag. Für die Hanseaten hatte Theodor Gebre Selassie(21.) die Führung erzielt. Die lange gegen den Abstieg kämpfenden Bremer blieben zum siebten Mal ohne Sieg am Rhein.

Bedanken kann sich der Werksclub bei Interimscoach Sascha Lewandowski, am Ende noch die Kurve bekommen zu haben. Seit er das Traineramt von Sami Hyypiä übernahm, holte er 13 von 15 möglichen Punkten. Bayer 04 hat nun die Möglichkeit zum neunten Mal in das Millionenspiel der Champions League einzuziehen. Der "Feuerwehrmann" wird wieder in die Nachwuchsarbeit zurückkehren und den Chefsessel für Roger Schmidt räumen.

Lewandowski vertraute der Startelf, die zuletzt in Frankfurt (2:0) erfolgreich war. Sein Kollege Robin Dutt, der 2011/2012 Trainer bei Bayer 04 war und erstmals mit Werder an die alte Wirkungsstätte zurückkehrte, tauschte im Liga-Finale nur Eljero Elia gegen Cedrick Makiadi aus. Beide Teams ließen es aber ruhig angehen und boten in der ersten Viertelstunde wenig Erbauliches. Die Gastgeber agierten umständlich und kamen in der 16. Minute durch einen Schuss von Heung-Min Son, der zur Ecke abgefälscht wurde, zur ersten Chance.

Die Bremer beschränkten sich auf konzentrierte Defensivarbeit und kluge Konter. Besonders effektiv war der Gegenstoß in der 21. Minute: Franco di Santo passte in die Mitte zu Aaron Hunt, der zum völlig freistehenden Gebre Selassie passte. Der Tscheche hatte keine Mühe zum 1:0 einzuschießen. Erst danach rappelten sich die Bayer-Profis auf - mit Erfolg. In der 34. Minute köpfte Toprak nach Hereingabe von Emre Can den Ausgleich.

Nach dem Wiederanpfiff mussten die Leverkusener ohne Lars Bender, dem einzigen in das WM-Aufgebot berufenen Bayer-Spieler auskommen. Er hatte sich bei einem Zusammenprall eine Oberschenkelverletzung zugezogen und wurde von Simon Rolfes ersetzt. Mit dem Kapitän auf dem Platz kam mehr Leben und Offensivgeist in die Werkself. So konnte nach Vorarbeit von Eren Derdiyok Werder-Keeper Raphael Wolf einen Schuss von Gonzalo Castro (51.) aus zehn Metern gerade noch mit dem Fuß ablenken. Zwei Minuten später war er jedoch machtlos: Einen von der Latte zurückgeprallten Kopfball von Derdiyok köpfte Son aus Nahdistanz zum 2:1 ein. Eine Minute vor Ende der regulären Spielzeit hätte er um ein Haar ein zweites Tor erzielt, doch seinen Schuss aus 18 Meter parierte Wolf mit einer Glanzparade.