Hannover (dpa) - Hannover 96 hat seinen starken Saison-Endspurt mit einem 3:2 (1:0)-Sieg gegen den SC Freiburg abgerundet. Der niedersächsische Fußball-Bundesligist blieb im fünften Spiel hintereinander ungeschlagen und holte dabei die Punkte elf bis 13.

Hannover gewann vor 48 600 Zuschauern dank der Treffer von Szabolcs Huszti (45.), Artjoms Rudnevs (65.) und Edgar Prib (80.). Für Freiburg trafen lediglich Jonathan Schmidt (50.) und Philipp Zulechner (78.).

Die Hannoveraner zeigten beim Abschluss einer missratenen Spielzeit eine zunächst schwache Vorstellung mit einer deutlichen Steigerung nach dem Wechsel. Bis zum herrlichen Freistoßtor von Huszti unmittelbar vor dem Halbzeitpfiff blieben der Gastgeber harmlos.

Torchancen für Hannover waren lange Mangelware. Stürmer Didier Ya Konan, der überraschend in der Startelf stand, bekam wenig gute Anspiele. Der zuletzt fehlende Angreifer, der noch auf einen WM-Einsatz für die Elfenbeinküste hofft, konnte bei der letzten Chance vor der Nominierung nicht auf sich aufmerksam machen.

Nach einer Stunde wurde Ya Konan gegen Artjoms Rudnevs ausgetauscht. Und der eingewechselte Lette verabschiedete sich mit einem Tor aus Hannover, als er den Ball nach einer Vorlage von Leonardo Bittencourt ins Netz schoss. Dann leitete er den dritten Treffer durch den gerade erst eingewechselten Prib ein.

Zumindest in der Anfangsphase spielte Freiburg flotter und forscher als die lange Zeit behäbigen Hannoveraner. Der Gast störte früh, agierte aber meistens nicht zwingend genug, um Ron-Robert Zieler zwei Tage nach dessen WM-Nominierung in Verlegenheit zu bringen. Ohne Chance war der 96-Keeper nach der Pause bei den Treffern von Schmid (50.), der nach einem geschickten Rückpass von Vladimir Darida traf, und Zulechner (78.) nach Vorlage von Sebastian Freis.

Zielers Gegenüber auf Freiburger Seite war Alexander Schwolow, dem Trainer Christian Streich zum Bundesliga-Debüt verhalf. Der Reservetormann stand für Oliver Baumann, dessen Wechsel zu 1899 Hoffenheim noch immer nicht offiziell ist, zwischen den Pfosten und zeigte bis auf eine Ausnahme bei einem Huszti-Freistoß (33.) eine sichere Leistung. Ohne Chance war der 21-Jährige aus dem Freiburger Fußball-Internat bei den Gegentoren. Dass er ein starker Keeper ist, bewies Schwolow unter anderem mit einer tollen Parade beim Kopfball von Lars Stindl (46.).

Vor der Partie hatte Hannover 96 mehrere Spieler verabschiedet. Besonderen Applaus ab es für Steven Cherundolo. Der 35 Jahre alte amerikanische Nationalspieler, der 302 Bundesliga-Partien für Hannover bestritten hat, musste seine Karriere wegen anhaltender Verletzungsprobleme beenden. Der langjährige 96-Kapitän wurde mit Plakaten und Sprechchören gefeiert. Verabschiedet wurden zudem die im Winter ausgeliehenen František Rajtoral und Rudnevs, die den Verein wieder verlassen müssen. Mame Diouf, dessen Vertrag ausläuft, fehlte hingegen bei der Verabschiedungszeremonie.