Naypiydaw (dpa) - Drei Jahre nach dem Ende der Militärdiktatur in Myanmar (Birma) ist das Land erstmals Gastgeber beim Gipfeltreffen der Südostasiatischen Staatengemeinschaft (Asean).

Das Militär hat zwar weiter Einfluss auf die Reformregierung und eine Sperrminorität im Parlament, doch sieht Präsident Thein Sein die Gastgeberrolle als weiteren Schritt zur Anerkennung durch die internationale Staatengemeinschaft.

Kontroverse Themen wie die Diskriminierung der muslimischen Minderheit der Rohingya sind tabu, weil der Verbund einen strikten Nichteinmischungskodex hat. Zur Sprache kommen dürften die gegen mehrere Asean-Länder gerichteten Territorialansprüche Chinas im Südchinesischen Meer. Zudem sollen die Vorbereitungen auf den gemeinsamen Markt Ende nächsten Jahres vorangetrieben werden.