Kopenhagen (dpa) - Elaiza hoffen auf zwölf Punkte: Deutschlands Grand-Prix-Kandidatinnen haben am Samstag einen umjubelten Auftritt beim Eurovision Song Contest hingelegt.

Das Trio sang im ESC-Finale in Kopenhagen seinen Polka-Popsong «Is It Right». Bei den Buchmachern lagen die drei Damen allerdings nicht auf den vorderen Plätzen. Als Favoriten galten beispielsweise die vollbärtige Dragqueen Conchita Wurst aus Österreich, die bei der Show viel Beifall erhielt, die Schwedin Sanna Nielsen sowie der Armenier Aram MP3.

Sängerin Ela von Elaiza zeigte sich zu einer eher spartanischen Bühnenshow sehr stimmstark und konnte sich damit gut gegen den spektakulären Auftritt von Conchita Wurst unmittelbar vor ihr behaupten. Mit großem Applaus und Luftschlangen belohnte das Publikum den Act. «Thank you so much», rief die 21-jährige Ela nach dem Lied glücklich in die Menge. Yvonne, die Akkordeonistin von Elaiza, hatte noch einen Grund mehr zum Feiern: Sie wurde am Samstag 30 Jahre alt.

Conchita Wurst alias Thomas (Tom) Neuwirth (25) ging mit der Startnummer elf auf die Bühne. Die pompöse Ballade wie ein Bond-Titelsong hat den Erweckungstitel «Rise Like A Phoenix» (deutsch: Wie Phönix aus der Asche auferstehen), dazu gab es eine Show mit Lichtstrahlen und Flammenmeer-Optik.

Geschätzt mehr als 100 Millionen Eurovision-Fans aus aller Welt fieberten in diesem Jahr wieder vor den Bildschirmen mit. Im Saal, einer umgebauten Werfthalle, waren etwa 10 000 Zuschauer, darunter auch Dänemarks Kronprinz Frederik (45) und seine Frau Mary.

Kandidaten aus 26 Ländern konkurrierten um die ESC-Trophäe 2014. Als Erste stand die ukrainische Sängerin Maria Jaremtschuk mit «Tick-Tock» auf der Bühne. Ihr Lied - ein eingängiger Song mit einem Turner im Rhönrad im Hintergrund - ist unpolitisch. Ihr Land steht dagegen im Fokus der Weltpolitik.

Für Russland waren die Zwillinge The Tolmatschewy Twins beim ESC dabei. Mit einer Wippe, viel Bodennebel und smartem Lächeln sangen die beiden 17-Jährigen ihren Song «Shine», den ein internationales Autorenteam schrieb. Anders als beim Halbfinale, als die goldblonden Zwillinge laute Buh-Rufe ernteten, die wohl eigentlich dem Präsidenten Wladimir Putin galten, war ihr Auftritt diesmal hauptsächlich von Applaus begleitet.

Für die Punktevergabe durfte man gespannt sein, ob Russland angesichts der zurzeit kritischen Lage im Zusammenhang mit der Ukraine viel Zuspruch aus Europa bekommt.

Deutsche Eurovisions-Seite des NDR

Offizielle ESC-Website (englisch)

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