Kopenhagen (dpa) - Mehr als 100 Millionen Eurovision-Fans aus aller Welt fiebern mit: In Kopenhagen hat am Samstag der 59. Eurovision Song Contest begonnen.

Kandidaten aus 26 Ländern konkurrieren um die ESC-Krone 2014. Als Erste stand die ukrainische Sängerin Maria Jaremtschuk mit "Tick-Tock" auf der Bühne. Ihr Lied - ein eingängiger Ohrwurm mit einem Turner im Rhönrad im Hintergrund - ist unpolitisch. Ihr Land steht dagegen im Fokus der Weltpolitik. Beim Einzug der beiden russischen Kandidatinnen Anastasia and Maria Tolmatschewy gab es Buhrufe im Publikum.

Später bei der Punktevergabe werden die Bewohner der von Russland annektierten Schwarzmeerhalbinsel Krim telefontechnisch mit der Ukraine abstimmen. Eine der großen Fragen des Abends lautet: Geht die höchste Punktzahl aus der Ukraine an Russland?

Viel Beifall erhielten die isländische Band Pollapönk in quietschbunten Anzügen und der norwegische Sänger Carl Espen, ein Schreiner und ehemaliger Soldat mit Tattoos, mit einer Gänsehaut-Ballade. Für Deutschland geht das Frauentrio Elaiza mit dem Polka-Popsong "Is It Right" als 12. an den Start. Ob es dafür auch "Twelve Points" - also zwölf Punkte - gibt, wird sich erst in mehreren Stunden bei der traditionell kultigen Punktevergabe zeigen.

In diesem Jahr ist das Rennen beim größten Musikwettbewerb der Welt besonders spannend: Zu den Favoriten zählen unter anderen die Schwedin Sanna Nielsen, der Armenier Aram MP3 - und der wohl auffälligste Kandidat: die Dragqueen mit Vollbart und Glamour-Kleid, Conchita Wurst aus Österreich. Tausende Fans jubelten in der Halle in Kopenhagen mit, viele mit bunten Landesfahnen.

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Elaiza