Berlin (dpa) - Allen Dementis des Kreml zum Trotz hat die russische Luftwaffe nach geheimdienstlichen Erkenntnissen doch absichtlich den Luftraum der Ukraine verletzt. Das geht nach Informationen der "Bild am Sonntag" aus der sogenannten Nachrichtlichen Lage des Bundesnachrichtendienstes (BND) vom 29. April hervor.

Der BND stütze seine Einschätzung auf Funksprüche von Führungsstellen der russischen Armee, die der US-Geheimdienst NSA abgefangen, entschlüsselt und an die Deutschen weitergegeben habe, schreibt die Zeitung. Demnach erhielten russische Militärpiloten den eindeutigen Einsatzbefehl, den ukrainischen Luftraum absichtlich zu verletzen. Das hatte das Pentagon dem Kreml schon am 26. April vorgeworfen, doch war dies von Moskau dementiert worden.