Neu Delhi (dpa) - Die Mammutwahl in Indien, die sich über fünf Wochen erstreckte, geht zu Ende. Heute sind noch einmal mehr als 66 Millionen Bürger dazu aufgerufen, ihre Kandidaten für das indische Unterhaus zu bestimmen.

Insgesamt konnten fast 815 Millionen Menschen wählen - damit war es die größte demokratische Abstimmung in der Geschichte der Menschheit. Die Wahlbeteiligung liegt auf Rekordkurs.

Umfragen zufolge könnte es zu einem Machtwechsel kommen. Demnach wird die derzeit regierende Kongresspartei für die hohe Inflation, das schwächelnde Wirtschaftswachstum und die zahlreichen Korruptionsskandale der vergangenen Jahre abgestraft. Stärkste Partei wird demnach die Hindu-nationalistische Bharatiya Janata Party (BJP).

Abgestimmt wurde am letzten Wahltag auch in Varanasi, der heiligsten Stadt der Hindus am Fluss Ganges. Dort trat unter anderen BJP-Spitzenkandidat Narendra Modi an, der als haushoher Favorit für das Amt des Premierministers gilt. Den symbolisch wichtigen Sitz streitig machen will ihm Arvind Kejriwal von der neuen Antikorruptionspartei AAP (Aam Aadmi Party, Partei des kleinen Mannes), die in den vergangenen Monaten zahlreiche Unterstützer für sich gewinnen konnte.