Frankfurt/Main (dpa) - Vor allem die schwache US-Vorgabe hat den deutschen Aktienmarkt am Freitag belastet. Der Dax stand 0,30 Prozent tiefer bei 9627,17 Punkten. Sein Tagestief hatte er am Mittag bei 9577,90 Punkten markiert.

Dabei hatte er am Donnerstagvormittag noch erstmals in seiner Geschichte die Marke von 9800 Punkten überwunden. Auf Wochensicht steht aktuell noch ein Plus von knapp einem halben Prozent zu Buche. Deutlicher noch fielen die Verluste in den Nebenwerteindizes aus. Der MDax sackte um 1,21 Prozent auf 16 151,78 Punkte ab und der TecDax verlor 1,13 Prozent auf 1217,79 Punkte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 trat auf der Stelle.

"Nach den anfänglichen Rekordständen und der anschließenden drastischen Kehrtwende sind die Anleger mit den Nerven am Ende", kommentierte Marktanalyst Alastair McCaig von IG Markets. Die Kursverluste hätten den Rekordständen auch etwas von ihrem Glanz genommen.

Bei einer auf Unternehmensseite überschaubaren Nachrichtenlage sorgten Analystenkommentare für größere Ausschläge. Die Aktien des Versorgers RWE verteuerten sich nach einem Kommentar von Goldman Sachs um 2,18 Prozent. Bei den Salzgitter-Titeln lag das Kursplus bei anderthalb Prozent. Neben der Citigroup erhöhte Warburg das Kursziel für den Stahlkonzern.

Im Index der mittelgroßen Werte fielen die Anteilsscheine von Südzucker um 1,80 Prozent. Hier hatten sich Analysten verhalten zur kurzfristigen Geschäftsentwicklung und der vorgeschlagenen Dividende geäußert.

Am deutschen Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere von 1,14 Prozent am Vortag auf 1,11 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,08 Prozent auf 135,83 Punkte. Der Bund-Future gab um 0,17 Prozent auf 146,41 Punkte nach. Der Kurs des Euro stieg. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,3696 (Donnerstag: 1,3659) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7301 (0,7321) Euro.