Minsk (SID) - Kein Ständchen, kein Training und wahrscheinlich auch kein Einsatz im ersten Endspiel um das WM-Viertelfinale: An seinem 23. Geburtstag konnte sich Eishockey-Nationalspieler Matthias Plachta nicht so richtig freuen. "Jeder hat gratuliert, aber wir sind ja nicht zum Singen hier", meinte der Mannheimer Stürmer am Freitag.

Schlimmer als der fehlende Gesang seiner Kollege war die Verletzung am rechten Arm, die er durch einen Schlagschuss beim 2:3 gegen die Schweiz am Mittwoch erlitten hatte. Während sich die anderen auf dem Eis auf das Spiel am Samstag (15.45 Uhr/Sport1) gegen Gastgeber Weißrussland vorbereiteten, blieb Plachta in der Kabine. "Ich war auf dem Fahrrad, beim Physio und hab' ein paar Kraftübungen gemacht", berichtete er.

Sein Einsatz gegen die Weißrussen ist äußerst fraglich. "Er war jetzt drei Tage nicht auf dem Eis", sagte Bundestrainer Pat Cortina, "wenn er nicht 100-prozentig fit ist, haben wir andere, die gesund sind."

Zumindest mit einem verspäteten Geburtstagsgeschenk kann Plachta rechnet. Sein Vater Jacek, einst DEL-Stürmer in Landshut, Oberhausen, Schwenningen, Nürnberg und Hamburg und derzeit Co-Trainer der polnischen Nationalmannschaft, kommt in den nächsten Tagen zum internationalen Trainersymposium am Rande der WM.