Celle (dpa) - So viele deutsche Museen wie noch nie haben sich am Sonntag am Internationalen Museumstag beteiligt: Mehr als 1800 Häuser im ganzen Land warben mit besonderen Aktionen, speziellen Führungen, Mitmachangeboten oder freiem Eintritt.

Bei der bundesweiten Auftaktveranstaltung in Celle sagte Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD): "Museen sind das kulturelle Gedächtnis einer Gesellschaft." Niedersachsen hatte zur zentralen Auftaktveranstaltung eingeladen, weil das Land derzeit die Bundesratspräsidentschaft innehat.

Im Schloss Celle hob Weil auch die gesellschaftliche Bedeutung von Museen hervor. "Sie speichern Wissen und Erfahrungen, aus denen wir lernen können, wer und was unser Land und unsere Kultur geschichtlich geprägt haben." Bei der Feier wurde auch die Sonderausstellung "Reif für die Insel" eröffnet, die Teil der großen niedersächsischen Landesausstellung über Hannovers Herrscher auf Englands Thron ist.

Das Motto des Internationalen Museumstages lautete in diesem Jahr "Sammeln verbindet". Damit wurde eine Kernaufgabe der bundesweit rund 6400 Häuser in den Fokus gerückt. "Sehr viele Museen greifen das Motto auf", sagte der Leiter der Geschäftsstelle des Museumsverbands Niedersachsen, Hans Lochmann.

Mit einer besonderen Aktion im Internet wollen die Museen zudem vor allem junge Leute begeistern. So kann man Bilder aus den Häusern oder auch von der eigenen privaten Sammlung machen und diese mit den Hashtags #IMT14 und #myCollection14 in sozialen Netzwerken wie Facebook oder Twitter mit anderen Nutzern teilen.

37. Internationaler Museumstag