Berlin (dpa) - Die Bundesregierung hat die Weichen zur Finanzierung des europäischen Abwicklungsfonds zur Rettung angeschlagener Banken gestellt. Das Kabinett billigte in Berlin ein Abkommen, mit dem der Transfer der national erhobenen Bankenabgabe in den künftigen Rettungsfonds geregelt wird. Dieser soll 2016 starten und bis zum Jahr 2024 schrittweise mit 55 Milliarden Euro gefüllt werden. Den Großteil dürften deutsche Institute beisteuern, die bereits in einen nationalen Krisenfonds zahlen. Die Kreditwirtschaft befürchtet Nachteile gegenüber Wettbewerbern wegen steuerlicher Begünstigungen.