München (dpa) - Heute soll im wohl letzten großen Prozess um den milliardenschweren Schmiergeldskandal bei Siemens das Urteil gesprochen werden. Die Verteidigung des früheren Konzernvorstands Uriel Sharef forderte Freispruch, er selbst hat die Vorwürfe stets bestritten. Die Staatsanwaltschaft München plädiert für eine Bewährungsstrafe von einem Jahr und zehn Monaten. Der Ende 2006 aufgeflogene Schmiergeldskandal hatte Siemens erschüttert und kostete viele Manager den Job. Über Jahre sollen 1,3 Milliarden Euro in dunkle Kanäle geflossen sein, um Aufträge im Ausland zu ergattern.