Frankfurt/Main (SID) - Die deutschen Triathleten wollen nach dem zuletzt schwachen Abschneiden in der WM-Serie wieder in die Erfolgsspur finden und am Samstag in London für Furore sorgen. Die größten Hoffnungen der Deutschen Triathlon Union (DTU) ruhen auch beim vierten WM-Wettkampf der Saison erneut auf Ausnahmeathletin Anne Haug (Bayreuth), die beim vergangenen Rennen in Yokohama/Japan auf einen Start verzichtet hatte und mit London "noch eine Rechnung offen" hat.

"Ich freue mich auf den Wettkampf. Ich fühle mich gut vorbereitet und werde versuchen, mein Bestmöglichstes abzurufen", sagte die 31-Jährige, die im vergangenen Jahr beim Saisonfinale in der britischen Metropole mit Chancen auf den WM-Sieg weit abgeschlagen das Ziel erreicht hatte. In diesem Jahr ist die Fünfte der Gesamtwertung gut in die Saison gestartet - und das macht Mut für das Rennen am Samstag (17.05 Uhr) über die olympische Distanz von 1,5 km Schwimmen, 40 km Radfahren und 10 km Laufen.

"Es gilt, die guten Ansätze aus dem Training und aus den ersten beiden Rennen auch in London umzusetzen. Bei einer Laufentscheidung kann sie um die vorderen Platzierungen mitkämpfen", sagte DTU-Cheftrainer Ralf Ebli.

Beim Rennen der Männer (Samstag/15.30 Uhr), an dem ebenfalls vier deutsche Athleten teilnehmen werden, wäre eine Top-Ten-Platzierung bereits als Erfolg zu bewerten. "Hintergrund dieser Einschätzung ist, dass das kurze Sprintformat und die recht einfache Laufstrecke in London uns nicht wirklich entgegen kommen", erklärte Ebli. 

Die deutschen Starter: Gregor Buchholz, Steffen Justus, Justus Nieschlag (alle Saarbrücken), Franz Löschke (Potsdam), Anne Haug (Bayreuth), Hanna Philippin, Rebecca Robisch und Lisa Sieburger (alle Saarbrücken)