Frankfurt/Main (dpa) – In seinem Bestseller über den Ersten Weltkrieg vergleicht der australische Historiker Christopher Clark die Akteure von 1914 mit Schlafwandlern. Clark sieht zudem zumindest gewisse Parallelen zur aktuellen Ukraine-Krise. Zu Teilen der Außenpolitik der Europäischen Kommission in der Ukraine-Krise sagt der Professor im Interview der dpa: "Es fehlten klare Verantwortlichkeiten. Es konnte plötzlich eine Eigendynamik entstehen. Das hat schon etwas Schlafwandlerisches." Allerdings erkenne er bei den heutigen politischen Akteuren nichts Schlafwandlerisches, sagte er.