Hamburg (SID) - Für Oliver Kreuzer stehen die Zeichen beim Fußball-Bundesligisten Hamburger SV wohl auf Abschied. Der designierte neue Aufsichtsratsvorsitzende Karl Gernandt hat deutlich gemacht, dass der 48-Jährige bis zur Inthronisierung von Dietmar Beiersdorfer als neuer Vorstandsvorsitzender nicht mehr aktiv ins Transfergeschäft eingreifen soll.

"Das Ziel ist es, keine Personalentscheidungen mehr zu treffen, bevor Dietmar Beiersdorfer frei ist. Und das wissen die handelnden Personen", sagte Gernandt dem Fachblatt kicker. Offiziell allerdings ist der bei der Mitgliederversammlung am 25. Mai durch Nachwahlen ergänzte Aufsichtsrat noch bis zum Monatsende im Amt.

Entzündet hatte sich die Kontroverse am Wechsel von Mittelfeldspieler Zoltan Sieber von der SpVgg Greuther Fürth zu den Hanseaten. Kreuzer hatte sich diese Verpflichtung noch vor der Mitgliederversammlung vom alten Aufsichtsrat genehmigen lassen und 24 Stunden nach der Ausgliederung der Abteilung Profifußball aus dem Universalsportverein HSV umgesetzt. Gernandt: "Es ist richtig, dass der Deal mit Stieber von unserer Seite so nicht eingefädelt worden wäre."

Der designierte Klubboss Beiersdorfer, für den ein Dreijahresvertrag unterschriftsreif bereitliegt, versucht derzeit, einen Aufhebungskontrakt mit seinem aktuellen Arbeitgeber Zenit St. Petersburg auszuhandeln. Eine Einigung darüber könnte bereits in der kommenden Woche erzielt werden.