Berlin (dpa) - Wasser war beim Karneval der Kulturen in Berlin gefragt wie selten: Bei Sonnenschein und Temperaturen um 30 Grad zog die Parade durch Kreuzberg.

Den Auftakt machte die Sambaschule "Sapucaiu no Samba": Blickfänger der Gruppe war eine Tänzerin im farbenprächtigen Paradiesvogel-Kostüm mit meterweit ausgebreiteten Schwingen.

Einige hunderttausend Menschen sahen sich das Spektakel an. Wegen der großen Hitze mussten die Sanitäter laut Polizei mehr als zwei Dutzend Menschen mit Kreislaufproblemen behandeln. Die Veranstalter rechneten mit 700 000 Zuschauer; schätzungsweise 800 000 waren es 2013.

Am 19. Karneval der Kulturen nahmen mehr Gruppen teil als im Vorjahr, obwohl wieder einige wegen Geldmangels absagen mussten. Brasilien steht in diesem Jahr besonders wegen der Fußball-Weltmeisterschaft im Fokus. Mit schwarz-weiß glitzernden Pailletten-Kostümen und einem Fußball auf dem Kopf machten Frauen der Gruppe "Amasonia" auf das Thema aufmerksam. Ihr Auftritt sollte auch die Kosten der WM kritisieren und auf fehlende Gelder für Brasiliens Bildung und Infrastruktur hinweisen.

Besonders originelle Auftritte und Kostüme werden nach dem Multikulti-Umzug prämiert, die Sieger am Montag bekanntgegeben.

Umzug - Karneval der Kulturen