Dörverden (dpa) - Die Wolfsbabys "Dala" und "Kimo" aus Niedersachsen schlafen im Bett statt im Käfig.

Während die Jungtiere tagsüber alle drei Stunden Milch aus der Flasche bekommen, teilen sie sich nachts mit Frank Faß, dem Leiter der Wolfsstation Dörverden, oder einer Mitarbeiterin ein spezielles Bett in der Station. "Sie werden von uns von Hand aufgezogen. Dazu gehört auch, dass sie von uns gefüttert werden und mit uns übernachten", erläuterte der Wolfsexperte.

Fünf Wochen sind die Jungwölfe mittlerweile alt. Sie wurden in einem süddeutschen Gehege geboren, das sich ihre Mutter mit Bären geteilt hatte. Weil die Wölfin den Bau für die Kleinen jedoch im Revier der Mitbewohner angelegt hatte, wurden die Bären zur Gefahr. "Sie wären dort aufgefressen worden", sagte Faß. Also holte er sie nach Niedersachsen. "Hier bekommen sie viel Nähe, um eine Bindung zu uns Menschen aufzubauen."

Bis sie etwa vier Monate alt sind werden sie noch von Hand aufgezogen - auch wenn Faß bald nicht mehr das Bett mit ihnen teilen wird: "Die Aufenthalte im Gehege werden mit jedem Tag länger. Bald werde ich mit beiden das erste Mal draußen übernachten."

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