Menlo Park (dpa) - Facebook will die Werbung für seine Nutzer stärker personalisieren und wertet dafür künftig in den USA auch Informationen über den Besuch anderer Webseiten aus.

Werbung solle so besser an die Interessen der Nutzer angepasst werden, erklärte das weltgrößte Online-Netzwerk bei der Ankündigung.

Wenn man zum Beispiel über den Kauf eines neuen Fernsehers nachdenke und sich entsprechend im Netz informiert habe, könnte Facebook Werbung für TV-Geräte oder andere Verbraucherelektronik anzeigen. Nutzer können die Verknüpfung auch ausschalten, betonte Facebook. Das geht über die Profil-Einstellungen. Allerdings müssen sie das für jedes Gerät, mit dem sie Facebook ansteuern, einzeln festlegen.

Zugleich würden die Nutzer mehr Kontrolle bekommen: Von jeder Anzeige aus komme man in ein Menü, in dem bestimmte Interessenbereiche aus der Liste gestrichen werden können. Diese Steuer-Funktion solle nach dem Start in den USA in den kommenden Monaten auch global eingeführt werden.

Viele Anbieter greifen bereits zu Werbung, die auf dem Verhalten im Netz basiert. So verfahren etwa Anzeigen-Netzwerke. Facebook stützte sich nach eigenen Angaben bisher vor allem auf die Aktivität von Nutzern innherhalb des Netzwerks - etwa, bei welchen Seiten sie den "Gefällt mir"-Knopf geklickt haben.

Facebook-Mitteilung