Berlin (dpa) - Internet-Nutzer in Deutschland sind einer Studie zufolge besonders abgeneigt, ihre persönlichen Informationen preiszugeben.

In einer Umfrage erklärten sich nur 12 Prozent bereit, etwas Privatsphäre für Vorteile wie mehr Komfort beim Benutzen von Online-Diensten einzutauschen, wie der IT-Konzern EMC am Donnerstag berichtete. Im Durchschnitt der 15 Länder in der Erhebung seien es 27 Prozent gewesen. Am anderen Ende der Rangfolge zeigten sich 48 Prozent der indischen Internet-Nutzer zu einem lascheren Datenschutz bereit.

EMC betonte zugleich einen Widerspruch zwischen den Ansichten und dem Handeln der Menschen im Internet. So seien sie zwar über die Sicherheit besorgt, aber fast 40 Prozent schützten ihre mobilen Geräte nicht mit Passwörtern. Im internationalen Durchschnitt glauben nur 41 Prozent, dass die Regierungen ihrer Länder sich für mehr Datenschutz einsetzen. Zugleich gehen 81 Prozent davon aus, dass die Privatsphäre in den kommenden Jahren weiter ausgehöhlt werden wird. In Deutschland lag der Anteil sogar bei 88 Prozent.

EMC befragte für die Studie 15 000 Menschen unter anderem in Frankreich, Großbritannien, China, Japan, Brasilien und den USA.