Berlin (dpa) - Der Nahost-Experte Guido Steinberg wertet den Vormarsch der sunnitischen Terrorgruppe Isis im Irak vor allem als Schwäche der Regierung in Bagdad. Der schiitische Ministerpräsident Nuri al-Maliki habe in den vergangenen Jahren alles versucht, um die Sunniten von der politischen Macht fernzuhalten, sagte er im Deutschlandradio Kultur. Deshalb stehe diese Bevölkerungsgruppe abseits, hasse die Regierung und schaue zu, wie Isis vor allem sunnitisch dominierte Städte und Regionen einnehme.