Bad Fallingbostel (dpa) - Nicht im Kilt, dafür mit Strohhut auf dem Kopf hat Prinz Philip in der Lüneburger Heide britische Soldaten für ihren Einsatz in Afghanistan ausgezeichnet.

Der 93 Jahre alte Mann von Queen Elizabeth II. überreichte die Orden in Bad Fallingbostel als Ehrenoberst des 4. Bataillons des Royal Regiment of Scotland. Nach der Verleihung bei sommerlichen Temperaturen und Dudelsackmusik traf er die Familien der Soldaten.

Die Männer und Frauen der The Highlanders genannten Einheit waren gerade von einem Einsatz im Süden Afghanistans zurückgekehrt. Großbritannien will seinen Kampfeinsatz dort noch in diesem Jahr beenden.

Der Ehemann von Königin Elizabeth II. trug bei seinem Besuch im Gegensatz zu den angetretenen Männern keinen Kilt, sondern einen blauen Anzug mit weißem Strohhut. Die entscheidende Frage zum traditionellen Schottenrock klärte der zuständige Presseoffizier endgültig: "Traditionell trägt man nichts darunter, es ist aber eine persönliche Entscheidung, die jedem selbst überlassen bleibt."

Der Kilt ist protokollarisch nicht ohne Risiko. So trug Philip etwa im September 2012 bei den Highland-Spielen im schottischen Braemar einen Kilt. Ein unachtsamer Moment und aufmerksame Fotografen lieferten damals den Beweis, dass auch Männer königlichen Geblüts darunter meist keine weiteren Textilien verwenden.